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Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins bei Krediten


By Museto - Posted on 27 January 2010

Grundsätzlich sollte man vor einer Kreditaufnahme die verschiedenen Anbieter vergleichen, da sich diese zum Teil deutlich hinsichtlich des zu zahlenden Kreditzinses unterscheiden. Neben den Kreditzinsen spielen natürlich noch andere Faktoren wie zum Beispiel Möglichkeiten der Sondertilgung etc. eine Rolle, aber die Höhe des Kreditzinses bleibt sicherlich für die meisten Personen das entscheidende Kriterium, für welches Kreditangebot man sich letztendlich entscheidet. Um die Angebote hinsichtlich der zu zahlenden Kreditzinsen auch sinnvoll miteinander vergleichen zu können muss man wissen, dass es einen Unterschied zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins gibt. Grundsätzlich gilt, dass man bei Vergleichen stets den Effektivzins des Darlehens mit den weiteren Angeboten vergleichen sollte.

Der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins besteht darin, dass der Nominalzins lediglich die reine Zinsbelastung für den in Anspruch genommenen Kredit anzeigt. Der Effektivzins hingegen enthält neben dem Nominalzins noch alle weiteren Kosten und Gebühren, die für den Kreditnehmer durch die Inanspruchnahme des Darlehens anfallen können. Im Bereich der Hypothekendarlehen liegen nicht selten ein Prozent und mehr zwischen dem Nominal- und dem Effektivzins, bei Ratenkrediten ist dieser Unterschied noch wesentlich größer.
Wenn manche Banken zum Beispiel mit Ratenkrediten mit einem Nominalzins von vier Prozent werben, kann es durchaus sein, dass der Effektivzins letztendlich über sieben Prozent hoch ist.

Der zum Teil große Unterschied zwischen Nominal- und Effektivzins liegt in erster Linie an den Gebühren, die zusätzlich zur reinen Zinszahlung noch auf den Kunden zukommen. Es handelt sich dabei zumeist um Bearbeitungsgebühren oder sonstige Kosten im Rahmen der Darlehensaufnahme.

Ferner spielt auch die Tilgungsverrechnung eine große Rolle. Diese findet zum Beispiel beim Ratenkredit in den meisten Fällen überhaupt nicht statt. Der Kunde zahlt also bei einer Kreditsumme von beispielsweise 10.000 Euro und einem Nominalzins von fünf Prozent jedes Jahr der Kreditlaufzeit diese fünf Prozent Zinsen von der ursprünglichen Kreditsumme von 10.000 Euro, auch wenn die Restschuld nach einem Jahr zum Beispiel nur noch 7.500 Euro beträgt. An diesem Beispiel kann man gut erkennen, warum der Effektivzins beim Kredit fast immer höher als der Nominalzins ist.

Wer einen Ratenkredit-Rechner zum Vergleich verschiedener Kredite nutzt, sollte darauf achten, dass der Effektivzins in die Berechnung einfließt.



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